Die Weltcupsaison 2016 ist seit gestern Geschichte. Trotz des Finaleinzugs auf der letzten Station in Polen war es nicht das einfachste Jahr für uns.

Am Anfang wollte nichts so richtig funktionieren. Krankheiten, fehlende Rennpraxis, Synchronisationsprobleme. Es hat schon teilweiße an Murphy’s Law erinnert. Beim letzten Weltcup, in Posen, konnten wir uns dann endlich in das große Finale rudern. Erleichtert? Ja. Zufrieden? Nein.

Wir sind definitiv noch nicht die Rennen gerudert, die wir uns wünschen. Wir haben viele Dinge verbessert und fühlen uns deutlich wohler, wissen besser was wann wie zu tun ist, doch das letzte Etwas, das fehlt noch.

Dass es jedoch manchmal ein bisschen länger braucht, bis sich die perfekte Harmonie einstellt, haben wir letztes Jahr eindrucksvoll in Brasilien erleben können. Gemeinsam waren wir an der Stelle an dem der Amazonas so zu sagen „geboren“ wird, dem Encontro das Aquas. Zwei vollkommen unterschiedliche Flüsse in Farbe, Temperatur und Fließgeschwindigkeit treffen aufeinander und erst nach einigen Kilometern vermischen sie sich und ergeben den riesigen Amazonas.

Dort das Boot ins Wasser zu setzen war schon ein besonderes Gefühl. Obwohl es unglaublich schwer war mit zwei verschieden Strömungen, Motorbootwellen und Seitenwind das Boot unter Kontrolle zu halten, war das eine ganz besondere Erfahrung. Doch am besten ihr seht selbst:

 

 

Nun gilt es für uns in den nächsten sieben Wochen all die kleinen Wellenbildungen zu beruhigen, uns den Amazonas zum Vorbild zu nehmen und eben etwas Großes zu schaffen. Das bedeutet sieben Wochen jeden Tag an die Grenzen gehen, viele Tage in denen wir nicht wissen werden, wie das funktionieren soll, viele Kilometer im Boot, viele Stunden Schlaf, viele Kalorien essen und am Ende 2000 Meter so schnell wie möglich rudern.

In diesem Sinne: Don’t count the days, make the days count!

 

Bis bald

Die Sieber Bros