Die EM am vergangenen Wochenende war für uns nicht unbedingt das, was wir uns erhofft haben – oder vielleicht doch…?

In den letzten Wochen ist viel passiert. Davor wollte es bei uns im Boot Monate lang so gar nicht funktionieren und dann nach vielen teilweise zermürbenden Trainingswochen ist uns plötzlich der Knopf aufgegangen. Wir haben Dinge verstanden und umsetzten können, an denen wir lange gearbeitet haben; machten riesige Schritte nach vorn.

Und auch in den letzten beiden Wochen vor der EM machten wir solche Fortschritte. Wir waren uns sicher – rudern wir so, können wir auch im Feld ganz vorne mitfahren. Und DAS hat sich an diesem Wochenende voll bestätigt; wenn es am Ende dann auch nur Platz 11 geworden ist..

Im Hoffnungslauf konnten wir die erarbeitete Technik voll umsetzten und einen soliden Start-Ziel-Sieg feiern. Ein Rennen, so wie wir uns das vorstellen. So wie es uns Spaß macht. Da hat schon sehr viel funktioniert und wir konnten Boote mit denen wir uns vor 3 Wochen noch um Hundertstel-Sekunden gematched haben, klar distanzieren. Abrufen, was wir gewusst haben, dass funktionieren kann.

Anders leider ist es in den übrigen Rennen, dem Semi-Finale und Finale-B gelaufen. Wir versuchten noch weitere technische Details umzusetzen, nur wie so oft, wenn man Neues wagt, geht das nicht immer auf Anhieb gut. Hat A im einen Rennen geklappt und B nicht, so funktionierte im nächsten B, dafür wieder A nicht so ganz.

Die EM war einfach eine weitere Prüfung am Weg zur Olympiaqualifikation. Und bis dahin müssen wir alles Mögliche ausprobieren, um dann schlussendlich genau zu wissen, was wann wie wo und warum funktioniert. Und dafür bleiben uns nach einem Weltcup und der EM noch 2 weitere Weltcups bis dann im September die große Abschlussprüfung – WM und gleichzeitig Olympiaqualifikation – ansteht.

Der elfte Platz schmerzt ganz bestimmt – sehr sogar, aber abgerechnet wird erst später.

In diesem Sinne >> STAY TUNED

Eure Sieberbros