Bevor es morgen im Achter so richtig zur Sache geht, werden wir uns heute, Samstag, nochmal den Kurs im Doppelzweier anschauen. Unter anderem gegen den schnellsten Doppelzweier aller Zeiten.

Nach zwei Trainingseinheiten im Doppelzweier ist auf jeden Fall klar, das wird ein völlig anderes Rennen als sonst. Es wird nicht einfach nur darum gehen, wer am schnellsten und besten rudert, sondern vor allem wer die Tücken des Kurses am besten meistert. Insgesamt müssen wir unter sechs Brücken durch und um fünf Kurven herum. Also definitiv etwas völlig anderes als die normalen, geraden zwei Kilometer.

Um ein bisschen mehr über den Kurs zu erfahren und wie wir die einzelnen Kurven richtig fahren, haben wir vor dem Rennen noch ein Meeting mit unserer Steuerfrau aus dem Achter, Katie Apfelbaum. Sie hat schon einige Achter in Oxford gesteuert, weiß also wie man ein paar Idioten unter Kontrolle bekommt und sie kennt auch den Charlesriver ziemlich gut. Außerdem haben wir in unserem Hudsonzweier ein Fußsteuer eingebaut, das hoffentlich auch dabei hilft, den richtigen Weg zu finden.

Wir haben das Glück gehabt, mit Startnummer 3, einen Platz recht weit vorne zugelost zu bekommen. Direkt vor uns starten Ondrej Synek und Olaf Tufte, der amtierender Weltmeister im Einer und ein zweifacher Olympiasieger. Direkt hinter uns die Amerikaner, mit denen wir morgen im Achter rudern werden und mit Nummer 6 die Mudas. Zwischen diesen beiden Booten werden die Sinkovic-Brüder das Rennen starten, die ersten die im Doppelzweier auf 2000 Metern unter sechs Minuten gerudert sind.

Alles in allem ziemlich große Namen die hier zu unseren Konkurrenten zählen, aber wie schon oben beschrieben, es ist etwas vollkommen anderes als alle anderen Rennen in diesem Jahr. Gerade auf langen Strecken haben Leichtgewichtsboote mehr Chancen gegen die Rohkraft der Schweren. Zusätzlich kann man hier durch Steuerfehler leicht mehrere Sekunden liegen lassen.

Wir wollen hier heute einfach Spaß haben, die neue Erfahrung genießen und am Ende schauen wie schnell wir im Vergleich zu all den anderen Top-Booten waren.

Ciao,

Die Sieberbros